Welche Daten beinhaltet sie?

Die Standard Channel Gruppierung (in Englisch eingestellten Accounts Default Channel Grouping) ordnet standardmäßig die eingehenden Werbemittel in die bereits vordefinierten Kanäle ein. Kampagnen, die mit utm-Tags versehen sind, laufen in die dafür angelegten Kanäle ein. Beispielsweise werden für einen Facebook-Link die utm-Parameter utm_source=facebook, utm_medium=socialmedia und utm_campaign=gewinnspiel_20150720 vergeben. Nun könnte man in der Standard Channel Gruppierung einen eigenen Kanal für Social Media Kampagnen mit utm-Parameter anlegen, sodass die Gesamtperformance dieser Kampagnen global und im Zusammenhang mit den anderen Kanälen auf einen Blick eingesehen werden kann.

Außer selbst definierte Werbemittel über utm-Parameter ordnet Google Analytics auch Quellen ohne Kampagnen-Parameter ein, je nach Art und Herkunft. Das betrifft unter anderem die Kanäle Direkt, Organische Suche, Verweis. Diese Channel sind als „systemdefiniert“ bezeichnet und ordnen die Quellen automatisch in den betreffenden Kanal ein. Zum Beispiel würden „google“, „bing“, „yahoo“ als Quellen unter dem Kanal „Organische Suche“ auftauchen.

Das Channel Grouping in der Benutzeroberfläche anpassen

Die Einstellungen der Standard Channel Gruppierung (Default Channel Grouping) findet man in Google Analytics unter Verwalten > Datenansicht > Channel-Einstellungen > Channelgruppierung. Folgende Kanäle sind standardmäßig definiert:

  1. Direkt
  2. Organische Suche
  3. Verweis
  4. E-Mail
  5. Bezahlte Suche
  6. Andere Werbung
  7. Sozial
  8. Display Werbung

Es ist möglich, die Definitionen zu ändern bzw. zu erweitern. Empfohlen wird allerdings, eine neue Channelgruppierung anzulegen. Die Kanäle können hierüber beliebig benannt und definiert werden. Die bereits eingelaufenen Werbemittel werden innerhalb einer neu angelegten Channelgruppierung auch rückwirkend einsortiert.

Wird die Standard Channel Gruppierung verändert, dann werden die Daten erst nach Änderung in die ggf. neuen Kanäle eingeordnet, also nicht rückwirkend.

Die Definition eines Kanals kann in den Channel-Einstellungen ganz einfach geändert werden, indem man auf das Bearbeiten-Symbol des jeweiligen Channels klickt. In unserem Beispiel wollen wir für den systemdefinierten Kanal Display noch eine zusätzliche Regel hinzufügen. Es sollen auch von uns mit utm-Parametern versehene Display-Kampagnen in diesen Kanal einlaufen. Als utm_medium haben wir in den Parametern stets „display“ angegeben.
So sieht der Kanal vor der Konfiguration aus:

Standard Channel Gruppierung - Regel auswählen

Um eine weitere Regel hinzuzufügen, die erste aber nicht auszuschließen, entscheiden wir uns für eine „oder“-Regel. Daraufhin können wir die Klassifizierung vornehmen. Da wir im utm_medium-Parameter für alle Display-Kampagnen „display“ eintragen, können wir hier auf „Medium“ filtern.

Standard Channel Gruppierung - Filtern

In eben diesen Channeleinstellungen können auch neue Channel definiert werden. Dafür einfach auf die Schaltfläche „Neuen Channel definieren“ über der bereits angelegten Channel-Gruppierung klicken.

Neuer Channel für das Grouping

Der Name des Kanals, sowie die Filterregeln können nun definiert werden. Für neue Kanäle können selbst definierte oder auch systemdefinierte Regeln vergeben werden. Hier ein Beispiel:

Neuer Channel - Bezeichnung und Filter

Das muss beim Channel Grouping beachtet werden

Daten der Channel Gruppierung, die über eine API gezogen werden, können nur von der Standard Channel Gruppierung gezogen werden. Sollte man solch einen Datenexport nutzen, empfiehlt es sich, bereits direkt nach Anlegen eines Google Universal Analytics Kontos, die Marketing-Kanäle zu definieren und diese in der Standard Channel Gruppierung abzuändern bzw. zu erweitern.

In welchen Standard-Berichten kann sie aufgerufen werden?

Die Daten der Standard Channel Gruppierung findet man in Google Analytics in den Berichten unter Akquisition > Alle Zugriffe > Channels. Hier sind einige Akquisitions-, Verhaltens- und E-Commerce-Kennzahlen wie Sitzungen, Absprungrate, Transaktionen oder Umsatz einsehbar. Hat man mehrere Channel Gruppierungen angelegt, so kann man in den Berichten über die Primäre Dimension darauf zugreifen.

Die Standard Channel Gruppierung ist auch in personalisierten Berichten als Dimension verwendbar. Achtung: hier gilt ebenfalls, dass nur die Daten der Standard Gruppierung in den personalisierten Berichten verfügbar sind und nicht die der zusätzlich angelegten Kanal Gruppierungen.